Freitag, 13. Mai 2016

Rezension zu "Moselruh" von Moni und Simon Reinsch




Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 07.07.2015
Verlag :  KBV
Seiten : 298
Preis Print : 9,95 €

Klappentext :

Ein Mord gerät in Vergessenheit

Ein Toter im Demenzaltersheim am Moselufer ist an sich nichts Ungewöhnliches. Da es sich aber um den jungen Altenpfleger Daniel handelt, muss das Ermittlerteam rund um die Trierer Hauptkommissarin Vanessa Müller-Laskowski tätig werden. Die Polizei steht vor einem Problem: Alle waren dabei - aber niemand kann sich erinnern.

Erschwerend kommt hinzu, dass einer der Bewohner, Alwis Schlöder, seit dem Todesfall unauffindbar ist. Sein Irrweg hat ihn offenbar ins benachbarte Luxemburg geführt, und er bleibt verschwunden. Verschiedene Spuren führen unter anderem zum Ex-Freund des homosexuellen Verstorbenen und zu einem polnischen Boxer, der immer wieder im Heim gesehen wurde.

Die Zeit drängt, denn der Mord muss schnell aufgeklärt werden, bevor alle Erinnerungen für ewig gelöscht sind.

Zu den Autoren :

2010 haben Moni (damals 41) und Sohn Simon (damals 16!) einen Traum verwirklicht und einen gemeinsamen Krimi begonnen. Gemeinsam arbeiten wir an weiteren Krimis, da es eine ganze Serie rund um Vanessa Müller-Laskowski werden soll. Simon studiert Medieninformatik, Moni hat kürzlich ihr Psychologie-Studium abgeschlossen. Moni Reinsch ist auch Mitglied von TAT - Trierer Autoren Treff.

Rezension :

Mit dem Krimi "Moselruh" haben uns die Autoren Moni und Simon Reinsch ein Buch beschert, das einen auch zum nachdenken bringt. Das Cover gefällt mir sehr gut, da es wunderbar zur Geschichte des Buches passt.

In dem Buch ermitteln wir mit Hauptkommissarin Vanessa Müller-Laskowski und ihrem Team in einem Mordfall im Altenpflegeheim Moselruh. Es gibt zwar viele Zeugen, aber was die Ermittler glauben können weiß man nicht, denn das Pflegeheim ist auf Demenzkranke spezialisiert und was ist dann die Wahrheit und was ist Fiktion ? Auch ist ein weiterer Strang eingebaut, indem man einen Einblick in das Leben und die Denkweise/Gefühle/Erinnerungen eines demenzkranken Menschen bekommt. Auch ist das Ende sehr überraschend. Es gibt viele Verdächtige sowohl Heimbewohner als auch Außenstehende und ich muss sagen ich war überrascht.

Vanessa Müller-Laskowski ist Hauptkommissarin und kommt mir sehr kompetent vor, auch im Umgang mit den Heimbewohnern ist sie sehr rücksichtsvoll und nimmt sich Zeit, obwohl sie keine haben. Ich fand sie sehr sympathisch und sie passte absolut in die Geschichte rein.

Alois unser Ausreißer aus dem Heim, habe ich von der ersten Seite an gemocht. Mit viel Glück hat er es geschafft sich vom Heim weit zu entfernen und das ohne groß aufzufallen. Dann schleicht er sich auch noch in das Herz von Josette, die es nicht mal bemerkte das er demenz ist. Nur durch Zufall wird er ins Heim zurück gebracht. Er ist nicht weiter aufgefallen im Alltag. Gerade bei dieser Person gefielen mir die Gedankengänge und man konnte sich ein wenig in das Denken von demenzkranken hineinversetzen. Alois ist eine sehr gelungene Person in diesem Roman.

Barski ist Pole und mit allen Klischees behaftet. Er trainiert viel und macht auch Kämpfe und er ist immer der erste in den Zimmern wenn Bewohner gestorben sind und danach fehlen alle wertvollen Gegenstände. Geschützt wird er durch seine Tante die als Pflegekraft im Heim arbeitet.

Von Beutz ist ein aufbrausender Mensch und will seine Mutter hintergehen um die Brauerei zu verkaufen. Natürlich schreckt auch er da nicht vor Betrug zurück nur wird das festgestellt und es kommt nicht zum Verkauf.
Er schafft auch heimlich Geld nach Luxemburg.

Auch alle anderen Charaktere in diesem Buch fügen sich wunderbar in diese tolle Geschichte ein. Ich hatte immer ein Bild vor Augen und es machte Spass sich mit den Charakteren sich zu bewegen.

Die Handlungsorte waren für mich ausreichend beschrieben und ich konnte mir immer ein passendes Bild machen. Ich mag es sowieso nicht wenn jedes Staubkorn beschrieben wird, dann leidet nämlich die Geschichte meiner Meinung nach.

Der Schreibstil der beiden Autoren ist einfach nur wunderbar, das muss hier mal gesagt werden. Er ist nicht kompliziert geschrieben und es werden auch keine Fachbegriffe genutzt weder von polizeilicher noch von medizinischer Seite. Erklärungen sind alle sehr kurz, bündig und auch verständlich geschrieben. Dadurch fliegt man nur so durch das Buch und merkt garnicht wie man sich dem Ende nähert. Auch die Kapitel selbst fand ich gut unterteilt. Wir haben 4 Tage an denen etwas passiert und auch diese sind wiederum unterteilt, so das man auch mal eine Pause machen könnte. Auch gefällt mir das die Gedankengänge von Alois, dem zweiten Handlungsstrang, kursiv dagestellt wurden und man so eine eindeutige Unterscheidung hat.

Ich kann diesen Krimi von Moni und Simon Reinsch nur jedem empfehlen, der nicht nur Aktion braucht, sondern auch mal was was zum nachdenken anstößt.

Amazonlink :

Moselruh von Moni und Simon Reinsch

Bewertung :

Von mir erhält dieser Krimi fantastische 5 von 5 Sternen


 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen