Sonntag, 21. August 2016

Rezension zu "Interview mit einem Mörder" von Bernhard Aichner



Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 20.07.2016
Verlag :  Haymon Verlag
Seiten : 288
Preis Print : 19,90 € (gebundene Ausgabe)

Klappentext :

Dramatische Szenen bei der Eröffnung des neuen Würstelstandes von Ex-Fußballstar Johann Baroni: Mitten in dem fröhlichen Geschehen fällt ein Schuss - und Baroni sinkt zu Boden. Totengräber Max Broll ist verzweifelt: Sein bester Freund darf nicht sterben!
Als er wieder zur Besinnung kommt, erinnert sich Max: Er hat den Schützen gesehen. Doch der vermeintliche Täter entpuppt sich als harmloser Tourist. Es gibt kein Motiv, keine Tatwaffe, keine weiteren Zeugen - niemand schenkt Max Glauben. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Sache selbst in die Hand zu nehmen und sich an die Fersen des Mannes zu heften.
Und tatsächlich sitzt er dem Mörder bald Auge in Auge gegenüber - doch der ist klug, nichts kann seine Schuld beweisen. Max folgt ihm in einer atemlos spannenden Verfolgungsjagd, die ihn bis auf ein Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer bringt. Er ist überzeugt: Nur er kann den Verrückten zur Strecke bringen, um weitere Gräueltaten zu verhindern …

Zum Autor : 

Bernhard Aichner (geb. 1972) lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck/Österreich. Aichner schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet. Nach den Spannungsromanen Nur Blau (2006) und Schnee kommt (2009) erschienen bei Haymon die Max-Broll-Krimis Die Schöne und der Tod (2010), Für immer tot (2011) und Leichenspiele (2012). Totenfrau ist der erste Thriller, der bei btb erscheint. Für die Recherche dazu arbeitete Aichner ein halbes Jahr bei einem Bestattungsinstitut als Aushilfe.
(Quelle Amazon)

Rezension :

Mit dem Buch "Interview mit einem Mörder" hat uns Bernhard Aichner eine wirklich schönen Krimi beschert, der auch mit etwas Humor aufwarten kann. Das Cover hat mich sofort interessiert aufblicken lassen, als Blickfang die rostige Axt, das war schon was.

In dem Buch verfolgt Max Broll einen Killer durch halb Europa und macht mit ihm auch noch eine Kreuzfahrt. Der Killer schafft es immer wieder zu morden ohne das es jemand merkt und manipuliert alle seine Mitmenschen, die mit ihm zu tun haben. Selbst vor dem Freundeskreis von Max macht er nicht halt und schafft es das sie ihm glauben. Leider wird er irgendwann zu übermütig.

Max Broll ist Totengräber und für mich ein wenig sehr verbohrt. Er mag ja den richtigen Riecher haben, aber an seiner Art sich Gehör zu verschaffen und die Dinge aufdecken zu wollen muss er noch arbeiten. Schnell bringt er sogar seine Freunde und Verwandten gegen sich auf, so dass sie ihm nicht mehr glauben. Er nimmt sich den Anschlag auf seinen Freund zu sehr zu Herzen und wird daher blind vor Wut, dadurch tappt er von einer Misere in die andere, was ihn natürlich in Teufels Küche bringt.

Fink der vermeintliche Serienmörder ist ziemlich auf Zack. Er ist ein Pianist der nach einem Hundeangriff einen Finger verloren hat und daher abgestürzt ist. Mir scheint er in seiner Vergangenheit einen starken Knacks bekommen zu haben und dann fing er das morden an. Scheinbar ist er damit auch lange durchgekommen, aber mit der Routine kommen die Fehler. Zum Schluß hat ihn sein Übermut doch noch zu Fall gebracht. Für mich ist er ein Psychopath wie man ihn sich nur vorstellen mag.

Anna ist eine Reporterin, die Max eher durch Zufall kennen und auch lieben lernt. Erst durch reine Geldgier überzeugt sie dann aber auch durch Einsatz in der Geschichte. Natürlich ist sie auf der Suche nach der großen Story, die sie natürlich auch noch bekommt. Sie war eine nette Aufheiterung in der Geschichte.

Auch alle anderen Charaktere, seien es Tilda, Baroni oder auch der kiffende Pfarrer passten wunderbar zu Geschichte. Dadurch das das natürlich auch schon der vierte Fall von Max Broll ist kann ich nicht viel zum Hintergrund der Charaktere sagen, nur soviel das man wusste um wen es sich handelt und in welcher Beziehnung sie zu einander stehen, was sich aber nicht negativ auswirkte. Ich hatte immer ein mir passendes Bild vor Augen.

Die Handlungsorte waren ausreichend gut beschrieben und haben meiner Meinung nach auch genug Platz für die eigene Fantasie gelassen, was ich persönlich eh mehr bevorzuge als zu ausführlich beschriebene Orte.

Der Schreibstil in diesem Krimi war mal was anderes als ich gewohnt war, hat sich aber trotzdem wunderbar gelesen und ich kam damit super zurecht. Das Buch hat sich wunderbar weglesen lassen und die entstehende Spannung hat sich gehalten. Die Kapitel waren nicht zu lang und auch nicht zu kurz. Das einzige was mich etwas gestört hat waren die leeren Seiten am Kapitelende und Anfang, das hätte ich eventuell anders gelöst, so kam es mir vor als wenn Seiten gewonnen werden sollten um das Buch dicker erscheinen zu lassen.

Abschließend kann ich sagen das dieses Buch trotzdem lesenswert ist und sich nicht zu verstecken brauch. Ich kann es allen Krimifans empfehlen.

Amazonlink : 

Interview mit einem Mörder von Bernhard Aichner

Bewertung :

Dieser Krimi bekommt von mir 4 von 5 Sternen

 

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