Montag, 26. September 2016

Rezension zu "Birk" von Jaap Robben



Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 31.08.2016
Verlag : ars vivendi verlag GmbH & Co. KG
Seiten : 247
Preis Print : 20,00 € (gebundene Ausgabe)

Klappentext :

Auf einer abgelegenen Nordseeinsel lebt der neunjährige Mikael mit seinen Eltern. Eines Tages bricht das Schicksal in diese Abgeschiedenheit ein: Birk, der Vater, ertrinkt unter tragischen Umständen im Meer - bei dem Felsen, von dem Mikael eigentlich "nie-nie-nie, schau mich an" runterspringen darf. Mikael kehrt nach Hause zurück und verschweigt seiner Mutter, was genau passiert ist. Verschweigt, dass Birk in den Fluten verschwand. Behauptet, der Vater sei einfach weggeschwommen. Die Mutter setzt eine großangelegte Suchaktion in Gang, doch Birk bleibt unauffindbar. Mikael, geplagt von Schuldgefühlen, zieht sich immer weiter in seine eigene Welt zurück. Und seine Mutter beginnt langsam, aber unaufhaltsam, psychische Gewalt auszuüben. Sucht sie in ihrem Sohn einen Ersatz für den verlorenen Ehemann? Will sie Mikael für den Verlust bestrafen? Existenzielle Fragen, die in einen dramatischen Schluss münden ...

Zum Autor :

Robben wollte eigentlich Afrikaner und Archäologe werden, schloss jedoch erst einmal seine Studien im Fach Umweltmanagement ab. Danach ging er an die Akademie des Koningstheater in S´Hertogenbosch. Von 2008 an war er zwei Jahre lang der Stadtschreiber (Stadsdichter) von Nimwegen.
Seit 2004 hat Robben mehrere seiner Bücher veröffentlicht, die zum Teil preisgekrönt wurden. Neben seinen Gedichten, Bilderbüchern und Romanen schrieb er Texte für Theater. Er gab Gastvorlesungen und verantwortete workshops für Kreatives Schreiben.
(Quelle Wikipedia)

Rezension :

Mit dem Buch "Birk" hat uns Jaap Robben ein Buch beschert, das mal was anderes ist. Das Cover zeigt eine Möwe und ein Name sticht ins Auge ansonsten ist das Cover in weiß gehalten.

In dem Buch begleiten wir Mikael dessen Mutter den anscheinenden Tod ihres Mannes nicht wirklich überwindet. Sie sieht in Mikael immer mehr einen Ersatz für ihren Mann.

Mikael ist anfangs ein 9jähriger Junge der seinen Vater verliert. Er zieht sich immer mehr in seine eigene Welt zurück, es bleibt ihm aber auch nichts anderes übrig auf dieser einsamen Insel. Mit der Zeit wird natürlich Mikael älter und er wird vom äußeren seinem Vater ähnlich. Auf der Insel wird er von seiner Mutter absolut isoliert und ihm wird immer ein schlechtes Gewissen von ihr eingeredet.

Dora die Mutter von Mikael ist für mich psychisch krank, was sich nach dem Tod des Vaters sich wirklich schwer zeigt. Sie verkraftet den Tod ihres Mannes absolut nicht. Mit der Zeit stellt sie sich auch vor das Mikael eigentlich Birk (ihr toter Ehemann) ist und will ihn zum Ersatz machen. Es geht sogar soweit das sie Mikaels Sachen verbrennt und ihn zwingen will Birks Sachen anzuziehen.

Karl der dritte und letzte Bewohner der Insel ist immer ein guter Nachbar gewesen, er wird aber auch zu einer Art Ersatzvater und will sich an Dora ranmachen, aber das weiß Mikael zu verhindern.

Ansonsten gibt es nur wenige weitere Charaktere, die aber nicht weiter in die Geschichte eingreifen und daher auch genug beschrieben worden sind. Ich konnte mir die Personen immer gut vorstellen.

Die Handlungsorte, von denen ja nicht viele vorhanden sind, waren ausreichend beschrieben worden und ich hatte immer ein passendes Bild vor Augen.

Der Schreibstil des Autors ist schön flüssig und es macht richtig Spass das Buch zu lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin. Es ist alles sehr bildlich beschrieben und man kann sich alles wunderbar vorstellen.

Dieser Roman ist etwas für alle die mal was anderes lesen wollen als die üblichen Krimis Thriller etc. In dem Buch geht es meiner Meinung nach um die Bewältigung des Todes eines geliebten Menschen.

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Birk von Jaap Robben

Bewertung : 

Dieser Roman bekommt von mir 4 von 5 Sternen

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