Sonntag, 2. Oktober 2016

Rezension zu "Berlin Gangstas" von Stefan Schweizer



Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 01.08.2016
Verlag :Schwarzkopf & Schwarzkopf
Seiten : 450
Preis Print : 14,99 €

Klappentext :

Dunkle Machenschaften auf Kosten der Ärmsten, organisierte Kriminalität und Korruption sind die Kernthemen von BERLIN GANGSTAS.»Wir schaffen das!«, sagen Kolja und Kemal ebenso wie die deutsche Kanzlerin und meinen das Schleusen von Flüchtlingen aus den Armenhäusern der Welt nach Deutschland.

Ihnen geht es mit ihrem Unternehmen KOKE nicht nur um Profit, sondern sie wollen den Ärmsten dieser Welt helfen, um ihrem eigenen Leben einen Sinn zu verleihen. Dann erpresst sie der brutale Clanchef. KOKE soll zusätzliche Waren wie Kinderprostituierte, Crystal Meth und Drohnenabwehrwaffen schmuggeln. Doch Kolja und Kemal lassen sich zu nichts zwingen. Ein offener Krieg droht in Deutschlands Hauptstadt, in dem es nur Verlierer geben kann.

Zum Autor :

STEFAN SCHWEIZER, * 1973, lebt in einer deutschen Großstadt. Er bewegt sich gerne in fremden Kulturen, in exotischen subkulturellen Milieus und ist Grenzgänger zwischen den Scenes: ob psychedelische Jam-Bands, Techno-Szene oder Rap-Bewegung – Berührungsängste hat er keine. Seit 2012 veröffentlicht er Belletristik.
(Quelle Amazon)

Rezension :

Mit dem Roman "Berlin Gangstas" hat uns Stefan Schweizer eine spannende Geschichte zu einem Topaktuellen Thema beschert. Das Cover ist sehr dunkel gehalten und man kann hauptsächlich nur Konturen erkennen, die weiße Schrift hebt sich sehr stark ab und so macht das Buch schnell auf sich aufmerksam.

In dem Buch geht es um KOKE ein Geschäft das von Kemal und Kolja betrieben wird und sagen mir mal nicht im legalen Bereich arbeitet. Sie sollen auf drängen von Arafat ihr Geschäft ein wenig abändern und das wollen sie nicht, worauf hin Kemals Schwester entführt wird. Die beiden wollen natürlich dieses nicht auf sich sitzen lassen und planen einen Gegenschlag.....

Kemal ist der eigentlich geschäftstüchtige Part von KOKE und möchte alles in Ruhe und Frieden lösen. Er at seine Prinzipien, die schon sehr selten für Kriminelle sind. Ihm geht Komfort und Sicherheit vor Profit und das macht ihm in seinem Geschäft irgendwie einmalig. Aber nach der Entführung seiner Schwester sieht er schwarz und will nur noch verbrannte Erde hinter sich lassen.

Kolja ist dei zweite Teil des Duos und er erscheint ein wenig mehr die brutalere Art zu bevorzugen. Wenn es nach ihm ginge würde er immer lieber gleich drauf hauen und dann fragen stellen. Im Verlaufe des Buches ändert sich aber seine Einstellung und er wird nachdenklicher, zumindestens kommt mir das so vor.

Arafat ist ein Clanchef und will KOKE für seine Zwecke missbrauchen, aber die zwei lassen sich nicht einfach so überreden. Er ist auch ein Choleriker was immer wieder an seinen Wutausbrüchen sichtbar wird. Auch ist er sich seiner Sache zu sicher und setzt zu Höhenflügen an. Dumm ist er aber widerum auch nicht, was man an seinen Aktionen erkennt. Arafat ist so wie ma sich einen Paten vorstellt, nur das er es nicht schafft sein Imperium zu halten, weil er zu gierig wird, da hilft auch sein gut ausgebautes Netzwerk in Europa nichts.

Auch alle anderen Charaktere die noch im Buch auftreten passen sich wunderbar in die Geschichte ein und haben sehr viel Tiefe. Wir erfahren viel Hintergrund zu den einzelnen Personen und man kann sich immer ein passendes Bild vors innere Auge rufen.

Auch die Handlungsorte konnte ich mir immer sehr gut vorstellen, was daraud resultierte das sie sehr gut beschrieben waren. Mir gewfiel auch das ich meiner Meinung nach noch genug Freiraum für die eigene Fantasie hatte. Ich konnte mir so immer einen Ort vorstellen der mir der Situation angepassen erschien.

Der Schreibstil von Stefan Schweizer ist mal was anderes. Er weicht doch von dem bekannten ab, was ich aber widerum als sehr erfrischend empfinde. In diesem Buch war die Ausdrucksweise zwar ziemlich derb, aber es passt einfach zu dem Umfeld der Charaktere und der Szene in der die Geschichte spielt. Ich möchte den Umgangston zwar nicht privat erleben, aber zu dieser Geschcihte passte er wie die Faust aufs Auge. Gut fand ich auch das zu den ganzen Abkürzungen auch die Erklärungen folgten, ansonsten hätte ich so manchesmal mit einem Fragezeichen da gesessen.

Alles in allem kann ich diesen Roman wirklich nur empfehlen, da er auch ein topaktuelles Thema aufgreift und auch sehr gut recherchiert ist. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

Amazonlink :

Berlin Gangstas von Stefan Schweizer

Bewertung :

Dieser Roman erhält vom mir 5 von 5 Sternen

 

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