Sonntag, 11. Dezember 2016

Rezension zu "Sonja" von Michael Barth



Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 11.10.2016
Verlag : CreateSpace Independent Publishing Platform
Seiten : 376
Preis Print : 11,99 €

Klappentext :

»Ich bin ein Miststück, eine Schlampe, und auf eine kranke Art und Weise gefällt es mir genauso wie es ist.« Bereits in jungen Jahren bekommt Sonja ein verlockendes Angebot. Sie soll als Domina in der Hamburger High Society arbeiten. Getrieben von ihren dunklen Leidenschaften und dem Traum vom großen Geld, folgt sie dem Ruf ihres Herzens. Im Eiltempo erobert sie die für sie neue Welt und wird unglaublich erfolgreich mit dem, was sie tut. Sie liebt das Spiel der Unterwerfung und genießt die fast mystische Macht, welche sie über ihre Kunden ausübt. Doch dunkle Schatten lauern bereits auf ihrem Weg und drohen sie zu verzehren. Als Sonja auf den mysteriösen Enzo Morel trifft, gerät ihr Leben komplett aus den Fugen. Sie wird zum Opfer ihrer eigenen, unerklärlichen Gefühle und gerät dadurch in eine Situation, die ihre ganze Existenz bedroht. Sonja aus „Hochzeitstag“ meldet sich mit ihrer eigenen Lebensgeschichte zu Wort. Einer Geschichte von Liebe, Sex, Macht und Geld. Von Verrat und Intrigen, Drogen und Dramen. Sonjas Geschichte von der Liebe zum Leid ist wahrlich als Drama einzuordnen. Selbst der Autor ist sich nicht im Klaren darüber, ob er seine Protagonistin bewundern oder verachten soll.

Über den Autor : 

Bereits mit seinem erfolgreichen Debütroman „SuTera“ gelang es Michael Barth, sich eine treue Fangemeinde zu erobern. Der im November 2014 erschienene Auftakt der Terra-Trilogie sollte erst der Anfang sein und den Weg für die ausschweifende Fantasie des Autors ebnen.
Die Entscheidung, all dies ohne einen Verlag im Rücken zu wagen, stellte sich schnell als richtig heraus, denn die Freiheit und Unabhängigkeit eines Selfpublishers grenzt die Fantasie nicht ein und erlaubt es einem Autor die Leser grenzenlos und unverfälscht an seinen Visionen teilhabenzulassen.

Diese Freiheit nimmt Michael Barth sich ebenfalls in der Wahl seiner Genres. Selten lassen sich seine Werke auf nur eine Richtung festlegen und man weiß nie, was einen als Nächstes erwartet. Und doch ist bei genauerer Betrachtung ein dezenter roter Faden zu erkennen, der sich klammheimlich, mal mehr mal weniger, durch nahezu alle Bücher zieht. Die Affinität des Autors, mehr als fünfzig Graustufen der „dunkleren Leidenschaften“ in seine Geschichten mit einfließen zu lassen.

Der 1970 in Gelsenkirchen geborene Michael Barth musste viele Umwege gehen, um den richtigen Pfad zu erkennen und sich letztendlich selbst zu finden. Als ausgebildeter und selbstständiger Mediengestalter ist er in der glücklichen Lage, sich um das Design seiner Cover, Trailer, Werbung etc. zu kümmern. Kreativität ist sein Lebensinhalt und seine Leidenschaft in allen Bereichen.

Er lebt und arbeitet heute mit seiner Familie in Gevelsberg/NRW und hat, laut eigener Aussage, mehr konkrete Storyideen in der Schublade, als er zu Lebzeiten schreiben könne. Wenn man sich die Veröffentlichungen der letzten zwei Jahre ansieht, mag man dies sicher kaum infrage stellen.
(Quelle Amazon)

Rezension :

Mit dem Buch "Sonja" hat uns Michael Barth mal wider ein sehr tolles Buch beschert. Nicht nur das Vover ist ein absouter Hingucker, nein es passt auch wunderbar zum Inhalt des Buches.

In dem Buch erzählt uns Sonja in der Ich-Perspektive wie sie schon im frühen Alter von 15 Jahren ihre Neigung zum BDSM entdeckt. Wir durchleben ihre Entwicklung zur Domina im gehobenen Preissegment mit allen Höhen und Tiefen. Auch das sie durch ihre Arbeit dann noch einen Brotjob abstaubt der ihr ein richtig gutes Leben beschert. Aber wir sehen auch die Abgründe die das Geld und Macht bewirken kann.

Sonja ist eine Person, die auch ihre Kanten und Ecken hat,was sie auf eine Art sympathisch aber auch wieder nicht macht. Sie wird von ihren Eltern nicht gerade mit Liebe überschüttet, was ihre den Bruch zu ihnen nicht schwer macht. Irgendwie wird alles im wahrsten Sinne zu Gold was sie anfässt, aber sie zerstört auch Leben mit ihrer Art als Domina. An manchen Stellen möchte man sie hassen und an anderen möchte man sie trösten, aber denkt dann doch wieder "selber schuld".

Oliver zieht sich mehr oder weniger durch die ganze Geschichte. Er ist es der Sonja auf ihre erste Party mitnimmt und so den Grundstein legt für ihre frühe Entdeckung. Durch ihn hat auch Sonja Kontakt zu einer Domina aus Hamburg, welche sie später unter ihre Fitiche nimmt. Selbst ist Oliver Familienvater mit Frau und zwei Kindern und lebt halt auch seine andere Seite aus. Für mich schien es als wenn er immer der Rettungsanker für Sonja ist, er hielt sie ein wenig auf dem Boden. Sonja versuchte auch für ihn in schweren Zeiten eine Art Rettungsanker zu sein, aber das gelang ihr nicht ganz.

Auch alle anderen Charaktere die im Buch vorkamen, waren für mich absolut schlüssig und passten in die Geschichte. Ich hatte nie das Gefühl das sie übertrieben daher kamen oder nur oberflächlich beschrieben waren. Ich hatte immer ein passendes Gesicht vor Augen, zumindestens für mich.

Die Handlungsorte kann ich nicht so beurteilen, da ich sie nicht wirklich kenne, aber ich konnte mir immer ein passendes Bild vor Augen rufen, welche durch die kurze aber doch anschauliche Beschreibung daher kam. Auch denke ich das die Orte doch sehr typisch für dieses Genre waren und sie daher leicht vorzustellen waren.

Der Schreibstil von Michael Barth ist einfach nur wundervoll. Der Autor weiß es einen an das Buch zu fesseln, man mag es garnicht aus der Hand zu legen. Ich empfand den Stil sogar als sehr entspannend zu lesen, was nicht oft vorkommt bei Büchern in dem Genre. Dadurch das das Buch in der Ich-Form geschrieben ist, kann man sich eigentlich wunderbar in Sonja reinversetzen und Michael Barth konnte alle Register ziehen die man will um den Leser richtig tief ins Buch zu ziehen und zu fesseln.

Alles in allem muss ich sagen , das sich dieses Buch für alle lohnt, die mal die Geschichte einer Domina aus ihrer Sicht erleben wollen. 

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Sonja von Michael Barth

Bewertung :

Dieses Buch erhält schmerzhafte 5 von 5 Sternen

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