Mittwoch, 28. November 2018

Rezension zu "Rape Van" von Tim Miller





Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 20.04.2018
Verlag : Festa-Verlag
Seiten : 152
Preis Print : 12,99 €


Klappentext : 


Ein Van sucht Texas heim – der Rape Van.
Schon mal darüber nachgedacht, wie schnell man sein Gesicht verlieren kann? Ein tiefer Schnitt, ein heftiger Ruck – und schon baumelt es dir vom Kinn runter …
Extrem-Meister Tim Miller in seinem Element. Man kann ihm vorwerfen, dass er einfach schreibt. Aber mit wenigen Sätzen beschreibt er seine Figuren lebensechter als mancher Hochliterat es auf vielen Seiten vermag.


Zum Autor : 


TIM MILLER ist ein amerikanischer Autor. Tim studierte Religion und Psychologie. Schon als Teenager begann er mit dem Schreiben von Kurzgeschichten, um sich und seine Freunde zu unterhalten.
Seit Family Night (2013) hat Tim mehrere eBook-Bestseller im Selbstverlag veröffentlicht. Tim liebt es, den Gore-Faktor auf Schleudergang zu schalten, damit sich dem Leser der Magen umdreht.


Rezension :


Mit dem Buch "Rape Van" hat uns Tim Miller wieder eine schöne Geschichte mit viel Blut, und teilweise auch für einige Leser, mit Ekelfaktor beschert. Das Cover gefiel mir sofort als ich das Buch in der Hand hielt.


Andy und Bridget ziehen mit ihrem Van eine blutige Spur durchs Land. Aber dann kommt es anders als sie denken, als sie auf ein Paar treffen das unscheinbar zu scheinen scheint. Was aber wenn dieses Paar schlimmer ist als die beiden ?


Andy und Bridget sind schon leicht pervers, sie suchen sich ihre Opfer auf der Strasse und nehmen sie in ihrem Van mit, was aber niemand weis diese Personen werden nie wieder lebend den Van verlassen. Zum einen scheinen sie sehr normal auszusehen und können so vertrauen aufbauen, zum anderen sind sie aber sehr brutal und tödlich.


Suzi und Gus, schaffen es doch tatsächlich unser Paar zu überrumpeln. Sie täuschen erst vor ein altes Paar zu sein und dann entpuppen sie sich doch als jünger. Sie sind sogar noch schlimmer als Andy und Bridget. Nachdem sie sich den Van unter den Nagel gerissen haben lassen sie ihrer irren Brutalität freien Lauf. Am schlimmsten ist ja noch das sie ein kleines Kind ebenfalls bei sich haben, welches genauso krank ist wie sie.


Auch die anderen Charaktere in dem Buch, auch wenn sie eher nur kurze Auftritte haben, passen in die Geschichte. Ich fand das alle Personen ihren Platz hatten und konnte mir immer ein gutes Bild vor die Augen zaubern.


Die Handlungsorte waren ja eher nicht so viele, konnte ich mir aber immer sehr gut vorstellen. Es war natürlich genug Platz für die eigene Fantasie. Ich fand es gut das die Orte nicht zu ausführlich beschrieben wurden, so kam immer etwas düsteres auf.


Der Schreibstil von Tim Miller ist einfach nur toll. Er schreibt ziemlich einfach, kommt schnell auf den Punkt und kann dadurch sehr gut di Szene einfangen. Durch den einfachen Schreibstil liest sich das Buch auch sehr schnell und flüssig, man brauch keine Fremdwörter nachschlagen bzw. schwer lesbare Teile öfter lesen. Das gefällt mir sehr. auch kann er eine gewisse Spannung schnell aufbauen und auf dem Niveau halten. 


Alles in allem kann ich jedem dieses Buch empfehlen der in den Genre zu Hause ist. Tim Miller schafft es immer wieder mich zu fesseln. Da dieses ein Extrem-Band von Festa ist, ist es nur über den Verlag zu beziehen.


Verlagslink :




Bewertung :


Dieses Buch bekommt von mir blutige 5 von 5 Sternen


Montag, 26. November 2018

Rezension zu "Blut fordert Blut" von H.C. Scherf




Buchdaten :


Erscheinungsdatum : 10.10.2018
Verlag : Books on Demand
Seiten : 252
Preis Print : 9,99 €


Klappentext : 


Der Frieden ist nur Schein - hinter ihm lauert der Tod

Eine ganze Region zittert vor ihr, obwohl sie Schutz versprach. Eine schöne Frau regiert nach dem Tod des Don unnachgiebig eine italienische Region. Nur einer durchschaut ihr Intrigenspiel, kennt ihr Geheimnis, das sie angreifbar macht. Geduldig wartet er auf den Tag der Abrechnung.
Ein grausamer Mafiakrieg, in den die Gerichtsmedizinerin Karin Hollmann, Hauptkommissar Spelzer und ein Serienkiller unaufhaltsam hineingezogen werden. Sie versuchen, Unschuldige zu schützen.


Zum Autor : 


Der Autor wurde 1948 in Essen/Germany geboren und erlernte das ehrbare Schriftsetzer-Handwerk.

Eine verantwortungsvolle Führungsaufgabe, erlaubte es zeitlich nicht, sich dem Schreiben widmen zu können. Erst mit dem Eintritt in den Ruhestand, veröffentlichte H.C. Scherf seine ersten Romane.

Bücher sind Träume und Visionen, die der Autor in Worte gekleidet hat. Sie sollen erreichen, dass Leser oder Leserinnen sich in eine Geschichte hineingezogen fühlen. Erst wenn sie mit den Protagonisten leiden, den Schmerz, die Freude fast körperlich fühlen können, dann hat das Buch einen Level erreicht, der es einzigartig machen kann. Genau das versucht der Autor zu erreichen.

Spannendes lesen ist eine Sache - Spannung fühlen ist das Optimum. Immer schwingt in den Romanen die Nähe zur Realität mit, was den Büchern trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, eine eigene Magie verleiht.

(Quelle Amazon)


Rezension :


Mit dem Buch "Blut fordert Blut" hat uns H.C. Scherf einen spannenden Thriller geliefert, der mich aber diesmal nicht richtig abholen konnte. Das Cover zieht einen sofort in seinen Bann und man möchte schon wissen worum es geht. Auch erkennt man im nachhinein das es sehr gut zur Geschichte passt.


Diesmal sind Spelzer und Hollmann im Urlaub in Italien und Helfen dort ihrem Freund Elmar (Pehling) im Kampf gegen die Mafia. Ob das gut gehen kann ?


Elmar hat seit dem ersten Buch eine sehr große Wendung hingelegt, er wird einem immer sympathischer und man mag ihn schon richtig. Mal davon abgesehen das er einer der meistgesuchten Serienmörder ist, ist er jetzt sehr sesshaft und anständig geworden. Zwar nutzt er seine Fähigkeiten noch immer wenn ihm oder seinen liebsten im Umfeld Gefahr droht, aber wer kann es ihm verübeln. Was mich nur wundert das er so unbehelligt bleibt bei seiner Vergangenheit.


Spelzer ist wie immer der Polizist, der aber seinen jetzigen Freund Elmar nie ausliefern würde. Es ist schon komisch wie schnell sich das Verhältnis zu den beiden geändert hat. Auch setzt Spelzer seinen Job aufs Spiel indem er sich mit Elmar trifft und ihm sogar noch bei seinem Feldzug hilft. 


Auch die anderen Personen in der Geschichte passen gut, obwohl sie mir manchmal zu übermenschlich vorkommen. Es läuft alles zu glatt. Trotzdem hat man immer durch die bildlichen Beschreibungen eine Person vor Augen die gut in die Szene passt. Für mich waren die Personen nie Fehl am Platz.


Die Handlungsorte sind wie immer gut beschrieben und ich konnte immer mir ein passendes Bild vor meine Augen zaubern. Ich finde sogar das der Autor auch genug Platz für die eigene Fantasie übrig gelassen hat.


Der Schreibstil von H.C. Scherf ist einfach nur super schön. Man kann das Buch in einem durchlesen, was auch der ziemlich fremdwörterfreien Schreibweise geschuldet ist. Es  gibt kaum Wörter wo man überlegen muss was sie bedeuten sollen, sodas es den Lesefluss stören würde. Auch ist ein Spannungsbogen da, der mir aber erst sehr spät einsetzt und deshalb hatte die Spannung etwas lange auf sich warten lassen. Zum Schluss hin steigert das Buch sein Tempo enorm und es geht Schlag auf Fall, was ich wiederum als etwas Schade empfunden habe.


Alles in allem ist das ein toller 5. Fall, der für mich aber etwas enttäuschender war, da er mich nicht sofort sondern erst sehr spät abgeholt hat. Ich muss auch sagen das ich die anderen 4 Teile gelesen habe, was ich jedem empfehlen würde, die Bücher der Reihenfolge nach zu lesen, damit man die Wandlung der Charaktere nachvollziehen kann. Auch gefiel mir in den ersten 4 Bänden besser das Spelzer ermittelt hat und das Pehling nicht unbedingt die Hauptrolle war.

Amazonlink :

Blut fordert Blut von H.C. Scherf

Bewertung :

Dieser Rachethriller bekommt von mir spannende 
4 von 5 Sternen


Dienstag, 13. November 2018

Rezension zu "Hexentribunal" von Gerwalt Richardson






Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 18.08.2018
Verlag : Redrum Books
Seiten : 327
Preis Print : 14,99 €

Klappentext :

Der Junganwalt Eric hat bei seinem ersten Fall ein schweres Los gezogen. Er soll die Eigentumsverhältnisse eines Hauses klären, das während der Hexenverfolgungen enteignet wurde. Während seine Auftraggeberin, die hübsche Chinesin Yuxing, ihn zu heißen Fesselspielen verführt, sticht Eric bei seinen Ermittlungen mitten in ein Wespennest. Schon bald ist klar: Nicht nur die Zeit der Hexenfolter war brutal. Auch heute brodelt unter der beschaulichen Oberfläche der Stadt ein Strudel aus Perversion und nackter Gewalt, der Yuxing, ihre Tochter und Eric selbst zu verschlingen droht.


Zum Autor :

Der Autor Gerwalt Richardson, Jahrgang 1962, ist sicherlich eine Ausnahmeerscheinung: Als Ingenieur und Führungskraft lebt er in einem Dorf, mit Haus und Hund, in der oberen Rheinebene. Mit der Mutter seiner beiden Töchter führt er seit mittlerweile vierzig Jahren eine leidenschaftliche SM-Beziehung, die schon alle Höhen und Tiefen gesehen hat. Gerwalt Richardson ist ein Real-Sadist, dessen Lebensaufgabe darin besteht, am Rande des Abgrundes ein sozialverträgliches Dasein zu führen. Das manische Schreiben von einschlägigen Büchern ist sein Ventil, was den – gemessen an der Arbeitsbelastung des Hauptberufes – erstaunlichen Durchsatz von immer neuen Romanen erklärt.

Gerwalt Richardson schreibt als Insider: Sowohl die Erfahrungen in der SM-Szene als auch die in der Psychiatrie fließen in seine Bücher ein. Seit 2010 sind mittlerweile zweiundzwanzig Romane des Autors erschienen, teils in Form von Historienromanen, teils als Thriller der Gegenwart. Dass ausgerechnet eine Rosamunde-Pilcher-Parodie eines seiner erfolgreichsten Bücher geworden ist, zeigt anschaulich, dass das Leben ein viel größerer Sadist sein kann als der Autor selbst.
(Quelle Redrum Books)


Rezension :

Mit dem Buch "Hexentribunal" hat uns Gerwalt Richardson eine wirklich gelungene Mischung aus Thriller, SM und Fantasy auf Papier gezaubert. Das Cover ist in Rottönen gehalten und zeigt uns eine gefesselte Frau von hinten, ich finde es passt wirklich gut zum Buch.

In dem Buch begleiten wir den jungen Anwalt Eric, der seinen ersten Fall hat, bei einer eher sehr kniffeligen Angelegenheit. Bei den Recherchen kommt er einigen Sachen auf die Spur, die er besser nicht gewusst hätte. Sein Fall scheint nur noch Nebensache zu sein, aber was hat der mit den Hexenverbrennungen im 30jährigen Krieg zu tun ?

Eric ist ein Junganwalt, der sich zu früh selbstständig gemacht hat, und daher auch sehr froh über seinen ersten Auftrag ist. Er ist eher ein sehr ehrgeiziger Junganwalt, aber auch sehr impulsiv. Er hat anscheinend eine innere Stärke von der er nichts weiß und die auszubrechen droht. Zwar hat er nicht viele Kontakte, aber die er hat, die können ihm gut helfen. Im verlaufe des Buches erleben wir wie er sich verliebt und auch wie er anscheinend hasst, zum Glück aber immer das richtige tut.

Yuxing, die Auftraggeberin von Eric, kommt eigentlich aus China und ist eher eine  außergewöhnliche Frau die auffällt. Sie macht sich an Eric ran und sieht anscheinend etwas in ihm das sonst keiner sieht. Ihm gibt sie sich voll hin und lässt Sachen mit sich machen, die andere wohl nicht tun würden. Auch hat sie sofort Vertrauen zu Eric, welches hoffentlich nicht enttäuscht wird. Auf alle Fälle ist Yuxing eine unterwürfige Frau die mit sich so ziemlich alles machen lässt, was wiederum aber im völligen Kontrast dazu steht das sie sehr gebildet ist.

Auch die anderen Charaktere in dem Buch passen absolut in die Geschichte und sind in keinem Moment auch nur falsch platziert. Ich fand immer das ich genügend Hintergrund zu den Personen hatte und konnte mir eigentlich immer eine für mich passende Person vorstellen. Für mich hatten alle Personen im Buch einen gut ausgearbeiteten Charakter.

Die Handlungsorte, fand ich teilweise verwirrend, aber wiederum dann auch völlig ausreichend beschrieben. Es wurde zum Glück nicht totbeschrieben, so das es immer ein wenig Spielraum für die eigene Fantasie gibt, was mir sehr gut gefällt. Ich konnte mir die Orte immer sehr bildlich vorstellen.

Der Schreibstil von Gerwalt Richardson ist schon sehr einfach und dadurch lässt sich das Buch wirklich toll lesen. Trotzdem fand ich das die Szenen in dem Buch doch teilweise sehr bildlich und auch detailgenau beschrieben wurden. Auch wenn ich dachte das SM, Thriller und Fantasy nicht wirklich zusammenpassen können, hat es der Autor hier genau richtig gemischt. Auch wurde hier eine sehr genaue Recherche zum Thema durchgeführt. Im Buch herrscht eine Spannung, die mit Sex und Fantasy gepaart wurde, sowas habe ich noch nicht erlebt und genau das finde ich toll. Glückwunsch zu dem Spagat und den richtigen Relationen  der Genre.

Alles in allem erhält dieses Buch von mir eine absolute Leseempfehlung, denn besser kann man diese drei Genre nicht miteinander verbinden,


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Verlagslink :


Bewertung :

Dieser wirklich tolle SM-Thriller bekommt von mir ganz fantastische 5 von 5 Sternen.

Sonntag, 4. November 2018

Rezension zu "Rum und Ähre" von Baukowski




Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 01.09.2018
Verlag : Redrum Books
Seiten : 196
Preis Print : 9,99 €

Klappentext :

Willkommen in der kleinen, abgefuckten Welt von Baukowski. Baukowski ist ein völlig abgehalfterter und bis ins Mark versoffener Schriftsteller, welcher sich seine und die skandalösen Exzesse seiner Freunde von der Elefantenleber schreibt. Vierzehn Shortstorys immer frei von der Fettleber weg. Von skurril bis blutig roh, Hauptsache drei Promille! Hier bleiben kein Auge und keine Möse trocken!

Zum Autor : 

Baukowski feierte seine größten Erfolge in den Achtzigern. Doch wer hoch fliegt, der fällt auch tief. Der abgehalfterte Schriftsteller kennt das Business mit all seinen Höhen und Tiefen. Seine Kritiker werfen ihm seit seiner ersten Publikation Sexismus, Chauvinismus und Frauenfeindlichkeit vor. Seine verrufenen medialen Auftritte, öffentlichen Ausschweifungen und berüchtigten Abstürze waren Wasser auf die Mühlen der Skeptiker. Mittlerweile ist das Enfant Terrible bei Redrum sesshaft geworden und fühlt sich zwischen all den Freigeistern, Provokateuren und Andersdenkenden pudelwohl. Baukowski hat mit seinen kultigen Charakteren wie dem sexuell desorientierten Wiesel oder dem dissozialen Udo ein eigenes Universum erschaffen. In diesem schreibt er authentisch von seinen alkoholgeschwängerten und sexuellen Exzessen. Aber Baukowski ist mehr als nur das. Er schreibt mit harten, geradlinigen Worten losgelöst von jeglichen Genrekonventionen. Seine Geschichten haben stets einen Hang zum Extremen, sind manchmal krude, häufig vulgär, gelegentlich gar poetisch, oftmals bedingungslos brutal. Eins eint sie jedoch alle: augenzwinkernder, pechschwarzer Humor.
(Quelle Redrum)

Rezension :

Mit dem Buch "Rum und Ähre" hat uns Baukowski 14 wirklich teilweise witzige aber auch eklige Geschichten beschert. Das Cover ist wirklich mal was anderes, denn irgendwie passt es einfach nicht zum Buch finde ich.

Wir haben in dem Buch 14 kurze Geschichten, die alle um Baukowski und seine Freunde handeln. Es wird eigentlich wirklich jedes Klischee bedient.

Baukowski ist hier in den Geschichten ein Schriftsteller, der dem Alkohol und dem Sex irgendwie sehr zugetan ist. Er trinkt oft über den Durst und das bekommt er auch zu spüren. Trotzdem macht es Spaß ihm hier im Buch zu folgen.

Wiesel einer von Baukowski seinen Freunden, scheint genauso versoffen zu sein wie er. Aber Wiesel ist noch schlimmer, er ist irgendwie richtig krank im Kopf. Was der manchmal ausheckt geht echt auf keine Kuhhaut.

Auch die anderen eher Nebencharaktere passten alle super ins Buch und ich fand das sie in die jeweilige Szene gut passten. Ich konnte mir immer eine passende Person vorstellen.

Ja bei den Handlungsorten ist das so eine Sache, es gab Sicherlich einige, aber die konnte ich mir mehr oder weniger gut vorstellen, sicherlich sind es alles wirklich sehr kurze Geschichten aber etwas hat irgendwie immer gefehlt.

Der Schreibstil ist ziemlich flüssig und man kann die Geschichten wirklich so weg lesen. Teilweise werden Ereignisse aus den anderen Geschichten wieder aufgegriffen. Einen Spannungsbogen gibt es hier natürlich nicht, da es sich mehr um Erzählungen handelt die wohl aus dem Leben gegriffen sein sollen, zu mindestens soll es so rüberkommen. 

Dieses Sammlung von Kurzgeschichten sind wirklich was für Fans des Genres oder auch von Baukowski. Sie sind was für zwischendurch oder wenn man wirklich nicht viel Zeit hat, dann kann man schnell eine Geschichte lesen.

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Bewertung :

Dieses Buch erhält von mir 4 von 5 Sternen


Rezension zu "Bizarr" von Baukowski




Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 18.08.2018
Verlag : Redrum Books
Seiten : 139
Preis Print : 9,99 €

Klappentext : 

Pervers, perverser, Baukowski - im Doppelpack und in absoluter Höchstform!

Blowhead und Shredhead: Wo Blow und Shred sind, wächst kein Gras mehr. Das bizarre Geschwisterpaar ist auf dem ultimativen Trip ihres Lebens. Leichen und Meth zeichnen ihren Weg. Eine explosive Mischung aus Gedärmen, Sperma und Scheiße, welche in einem wahnwitzigen Blutrausch endet. All you need is … Speed.

Mutter: Nach einem schweren Schlaganfall wird eine ältere Dame von ihrem Sohn pflegerisch versorgt. Dieser kümmert sich mit viel Liebe zum Detail darum, dass seiner Mutter eine gebührende Behandlung zuteil wird.

Zum Autor :

Baukowski feierte seine größten Erfolge in den Achtzigern. Doch wer hoch fliegt, der fällt auch tief. Der abgehalfterte Schriftsteller kennt das Business mit all seinen Höhen und Tiefen. Seine Kritiker werfen ihm seit seiner ersten Publikation Sexismus, Chauvinismus und Frauenfeindlichkeit vor. Seine verrufenen medialen Auftritte, öffentlichen Ausschweifungen und berüchtigten Abstürze waren Wasser auf die Mühlen der Skeptiker. Mittlerweile ist das Enfant Terrible bei Redrum sesshaft geworden und fühlt sich zwischen all den Freigeistern, Provokateuren und Andersdenkenden pudelwohl. Baukowski hat mit seinen kultigen Charakteren wie dem sexuell desorientierten Wiesel oder dem dissozialen Udo ein eigenes Universum erschaffen. In diesem schreibt er authentisch von seinen alkoholgeschwängerten und sexuellen Exzessen. Aber Baukowski ist mehr als nur das. Er schreibt mit harten, geradlinigen Worten losgelöst von jeglichen Genrekonventionen. Seine Geschichten haben stets einen Hang zum Extremen, sind manchmal krude, häufig vulgär, gelegentlich gar poetisch, oftmals bedingungslos brutal. Eins eint sie jedoch alle: augenzwinkernder, pechschwarzer Humor.
(Quelle Redrum)

Rezension :

Mit dem Buch "Bizarr" hat uns Baukowski zwei wirklich brutale Geschichten beschert, die aber nicht unterschiedlicher sein können. Das Cover würde mich in diesem Genre nicht wirklich ansprechen, da es mit zu brav aussieht, ich denke auch das das Cover auf die erste Geschichte aber gut passt.

Wir haben einmal eine Geschichte um ein Geschwisterpaar das total abgewrackt ist und dennoch irgendwie die Welt rettet und in der zweiten Geschichte arbeitet der Protagonist seine angestaute Wut aus seinem Leben auf.

Das Geschwisterpaar aus der ersten Geschichte Blow und Shred haben ja anscheinend wirklich viel in ihrer Kindheit durchgemacht. Auch sind die Namen wohl Programm. Aber irgendwie verbindet sie wohl etwas was keiner versteht. Sie machen alles zusammen und stehen für einander ein. 

Der Protagonist der zweiten Geschichte die in der Ich-Form geschrieben ist, scheint es ja wirklich nie leicht gehabt zu haben. Er hat einen dermaßen großen Hass auf seine Mutter und Schwester das ist ja echt unvorstellbar. Auch das er die ganzen Misshandlungen so hingenommen hat ist schon wahnsinnig, nur leider versteckt er sich und seine Taten auch dahinter. Auf alle Fälle ist er geistlich gestört, aber irgendwie wegen seiner Vergangenheit auch nicht zurechnungsfähig in seinen Taten.

Viele weitere Protagonisten gab es ja nicht, aber die die noch auftraten passten jeweils in die Geschichte und waren auch nicht Fehl am Platz. Ich konnte mir immer eine Person vorstellen.

Die Handlungsorte waren meiner Meinung nach auch vollkommen ausreichend für Kurzgeschichten beschrieben und man konnte immer ein passendes Bild vor seine Augen zaubern.  

Der Schreibstil ist recht gewöhnungsbedürftig, er ist sehr vulgär und auch ist es teilweise brutal geschrieben. In der zweiten  Geschichte fand ich waren zu viele medizinische Wörter, die den Lesespass etwas getrübt haben. Ansonsten war der Schreibstil doch sehr bildlich und die Geschichten lassen sich nur so weg lesen, obwohl ich mir an manchen Stellen einfach etwas mehr an Beschreibung gewünscht hätte. Eine gewisse Art an Spannung war in den Geschichten vorhanden, auch wenn ich die erste Geschichte etwas übertrieben fand, aber es ist ja alles fiktiv.

Alles in allem sind in diesem Buch zwei schöne Kurzgeschichten so für zwischendurch. Es ist etwas brutal aber nicht zu doll und auch etwas Sex kommt drin vor, was aber eher nebensächlich ist. Für Liebhaber dieses Genre und von Kurzgeschichten ist dieses Buch zu empfehlen.

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Bewertung :

Diese beiden Kurzgeschichten erhalten von mir 
brutale 4 von 5 Sternen.